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Wir wollen keinen Verkehrsinfarkt, OT 3.5.05

Regionalverein OGG stieg ins Komitee Pro Eppenbergtunnel ein

Der Regionalverein Olten-Gösgen-Gäu hielt an seiner Delegiertenversammlung am Freitag nicht nur Rückschau auf das Geschäftsjahr 2004. Er setzte sich auch engagiert für den Eppenbergtunnel ein und trat in das neu gegründete Komitee Pro Eppenbergtunnel ein.

 

Wir brauchen den Eppenbergtunnel», hielt Ständerat Rolf Büttiker fest. Der Wolfwiler referierte an der Delegiertenversammlung des Regionalvereins Olten-Gösgen-Gäu (ROGG) am Freitag ausführlich und engagiert über den vor allem für das Niederamt so wichtigen Tunnel und das neu gegründete Pro-Komitee. Der Eppenbergtunnel betrifft die Strecke Däniken-Schönenwerd-Wöschnau und soll knapp 500 Mio. Franken kosten. Mit diesem Tunnel besässe man laut Büttiker zwischen Rupperswil und Olten eine homogen durchgehende Vierspur- statt der bisherigen Zweispurstrecke, die notwendige Kapazitätserweiterung und Ausweichgleise. Auch könnte der SBahnbetrieb von Zürich bis Olten erweitert und der Bahnlärm in der Region Schönenwerd reduziert werden. Zudem ist der Eppenbergtunnel nach Aussagen des Ständerats eine wichtige Voraussetzung für den ebenfalls geplanten, 2 Mrd. Franken teuren Wisenbergtunnel an der Hauenstein linie. Dieser ist im Agglomerationsprogramm der Netzstadt Aarau-Olten-Zofingen als Bundesprojekt aufgeführt. Dasselbe will der Ständerat auch für den Eppenbergtunnel. «Den Regionalverkehr können wir nur mit einer Kapazitätserweiterung behalten», sagte Jörg Amsler, Gemeinderat und Präsident der Planungs- und Verkehrskommission in Schönenwerd. Er zeigte auf, dass der Bereich Aarau-Schönenwerd mit 530 Zugdurchfahrten pro Tag im Vergleich zu anderen Strecken bedeutend mehr, teilweise sogar doppelt so viele Durchfahrten verkraften muss. «Der Wisenbergtunnel bringt nur Güterverkehr», hielt Amsler fest, «beim Eppenbergtunnel steht der Personenverkehr im Vordergrund.» Auch der Schönenwerder will, dass der Niederämter Tunnel zum Bundesprojekt wird.

«Wir brauchen den Eppenbergtunnel»

 «Wenn man zum Wisenbergtunnel steht, muss man auch die Folgen beachten: die Lösung mit dem Eppenbergtunnel», fand Rolf Büttiker. Er forderte die Delegierten auf, «mächtige Partner» zu suchen und das Projekt tatkräftig zu unterstützen. Dies tat die Versammlung auch. Sie sprachen sich einstimmig für einen Beitritt des Regionalvereins in das neu gegründete Komitee Pro Eppenbergtunnel aus. Doch auch wenn der Eppenbergtunnel im Agglo-Programm neu in die Prioritätenordnung aufgenommen werde, so Büttiker, dauere es bis zur Realisierung «noch längere Zeit».

Dänikens Gemeindepräsident Gery Meier unterstützte Jörg Amsler und Rolf Büttiker in ihrem Engagement für den Eppenbergtunnel. Nach Meiers Auffassung geht es bei diesem Projekt «nicht nur um den Personenverkehr, sondern auch um die wirtschaftliche Entwicklung des Niederamts». Er gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass «das ganze Niederamt zum Eppenbergtunnel und zum Pro- Komitee steht». Laut Nationalrätin Bea Heim (Starrkirch-Wil) ist die regionale Unterstützung im Bundesparlament wichtig. Sie will «das ganze Mittelland zusammenrufen und alle an einen Tisch bringen. Wir müssen dem Parlament klar zeigen, dass das Projekt von nationalem Interesse ist. Wir wollen keinen Verkehrsinfarkt.»

OT, 3.5.2005